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Huesmann propagiert die direkte Kommunikation zwischen Produzenten und Verbraucher


Bei der am 14.09.2016 von Fruit Logistica (Messe Berlin) und dem katalanischen Agrarforschungsinstitut (IRTA) veranstalteten Tagung zum Thema Nachhaltige Landwirtschaft: ging es vordergründig um die Frage wohin bewegt sich der Biokonsum und welche Forderungen stellen der Handel sowie die Verbraucher hinsichtlich der Nachhaltigkeit künftig an die Produzenten.

Die von Silvia de Juanes (Fruit Logistica) moderierte Veranstaltung begann mit der Begrüßung durch Ignasi Iglesias Castellarnau (IRTA) und wurde durch den Vortrag von Oliver Huesmann (Fruitconsulting) "Anforderungen der Verbraucher und Geschäftsmöglichkeiten" fortgesetzt.

Ein anschließender runder Tisch bei dem José Vicente (Anecoop), Mónica Sabater (Bioconservación), María D. Jiménez (Hidrosoph), Valter Ceppi (Koppert) und Isidre Puigdemassa (Reisopack) als Vertreter aus dem spanischen O&G Sektor teilnahmen, brachte interessante Fakten & Thesen zum Ausdruck.

Alle waren sich einig das die Zukunft nicht nur Bio sondern Nachhaltigkeit ist und das diese in der gesamten Produktion und Lieferkette sowie im POS stattfinden muss. Zur Frage wie man als Produzent beim Verbraucher den Produktpreis für eine kostendeckende und gewinnbringende nachhaltige Bio Produktion anbringen kann, sagte Huesmann: „ Als Produzent müssen wir Umdenken. Unsere künftige Aufgabe ist sich direkt an den Verbraucher zu wenden und Ihm Transparenz zeigen. Der Verbraucher will Wissen woher und wie und mit welchem Transportmittel sein gekauftes Produkt zu Ihm gelangt ist“.

Viele Konsumenten lassen sich allein durch die BIO-Logos und Werbeslogans der Supermärkte leiten, werden aber regelmäßig von Umweltschutzverbänden mit negativen Mitteilungen zu nicht nachhaltigen Produzenten informiert. Die daraus resultierende Abwehrhaltung gegenüber höheren Preisen für nicht transparente Produkte ist die Folge.

„Wir müssen als Partner des Handels direkt im Zielmarkt auftreten und nicht als reiner unbekannter Bio Lieferant, so können wir als Produzent dem Verbraucher auch mitteilen warum er etwas mehr für sein nachhaltiges Produkt zahlen muss. Produzenten industrieller Lebensmittel investieren hier viel mehr und sind schon wesentlich offener in der Kommunikation mit dem Verbraucher“ betonte Huesmann.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die zukünftige Geschäftsmöglichkeit. Während in Europa die Suche nach alternativen nachhaltigen Verpackungsformen und die Reduktion des Plastikaufkommens eine der Hauptaufgaben ist, haben die Produzenten eine weitere wichtige Zukunftsaufgabe. Asien ist mit seinen 4,5 Milliarden Verbrauchern auf der Suche nach gesunden und sicheren Lebensmitteln. Bis 2030 muss allein China 60% seiner Lebensmittel importieren, die daraus entstehenden Chancen, als europäischer Produzent künftig direkt in Asien nachhaltig zu produzieren sind mit unserem Know How und unserer Food Safety aus Europa eine große Möglichkeit und Mittel um hiesige Konkurrenzen und Überproduktionen abzubauen.

Bei der Diskussion zur künftigen Existenz der herkömmlichen Produktionsform im Vergleich zu BIO waren sich alle Teilnehmer einig. Die Zukunft ist Nachhaltigkeit und der Handel sowie die Verbraucher möchten eine nachhaltige Welt schaffen. Das bedeutet den automatischen Wandel hin zu Bioproduktion. „ Die Mutter des BIO ist die Nachhaltigkeit und wer nachhaltig denkt ist Bio und vermittelt dieses auch “, so Valter Ceppi und Oliver Huesmann.

Teilnehmer der Expertenrunde v.l.n.r: Valter Ceppi, Oliver Huesmann, Mónica Sabater, Silvia de Juanes, Isidre Puigdemassa, José Vicente, María D. Jiménez, Ignasi Iglesias Castellarnau.

Zusammenfassend konnte man festhalten. Der Wandel hin zu einer Nachhaltigen Obst und Gemüse Welt ist Ziel aller. Hierzu müssen aber einige traditionelle Strukturen im Anbau und bei der Vermarktung von Grund auf neu aufgestellt werden. Gerade die Produzenten werden mehr auf den Verbraucher zugehen müssen um somit Ihre Nachhaltigkeit belegen und nicht alle Mitteilungen in der Hand des LEH lassen.

Der Bauer der Zukunft muss nicht nur BIO, sondern Nachhaltig und für den Verbraucher greifbar sein. Dabei kann er ruhig moderne Produktionsformen und Methoden benutzen, den Nachhaltigkeit bedeutet die Bedürfnisse der jetzigen Generation zu stillen ohne die der zukünftigen Generationen zu gefährden, das heißt aber nicht Steinzeit und ohne Technologie.

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